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Waldhauptstadt 2021

Warstein ist die PEFC-Waldhauptstadt 2021

Die Stadt Warstein leistet mit ihrem zertifizierten, naturnahen Wald einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz.

Im Rahmen eines Wettbewerbs konnten sich Kommunen, die sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung engagieren sowie auf langjährige Bewirtschaftung ihrer Wälder nach den PEFC-Standards zurückblicken können, als PEFC-Waldhauptstadt bewerben. Die Jury aus Mitgliedern von PEFC Deutschland e.V. wählte die Stadt Warstein auf Platz 1. Überzeugt hat die Jury die kontinuierliche Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Herausforderungen des Klimawandels für die Wälder der Region der Bevölkerung nahegebracht werden. Zudem legt die Stadt Warstein großen Wert auf die Nutzung PEFC-zertifizierter Produkte und fordert in ihren Ausschreibungen den Einsatz von Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Die Stadt Warstein ist mit fast 5.000 Hektar Wald der zweitgrößte Forstbesitzer NRWs.


PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft.

 

Wie nachhaltige Waldbewirtschaftung zum Natur- und Klimaschutz beiträgt

Naturnahe Waldbewirtschaftung wird in der Stadt Warstein seit fast 30 Jahren betrieben. Dazu gehört beispielsweise die naturnahe Bewirtschaftung vorhandener Laubwälder, die Erhöhung des Laubholzanteils und ein Schutzprogramm für "Buchenaltholzinseln". Zudem wurde ein großes Wiederaufforstungsprogramm mit Laub- und Nadelhölzern realisiert. Für ein gesundes Waldklima setzt die Stadt Warstein in großem Umfang auf Naturverjüngungen und strebt eine gute altersmäßige Durchmischung der Bäume an. Dazu hat sie konsequent alte Fichtenwälder mit jungen Buchen angereichert, um bei Sturm- oder Borkenkäferschäden eine schnelle Verjüngung zu ermöglichen.

Die Forst-Mitarbeiter vermeiden bei der Holzernte zudem Kahlschläge und ernten in der Regel Einzelstämme. In die entstehenden Lücken bringen sie Mischbaumarten wie beispielsweise Buchen ein.

Dies zeigt positive Effekte: 2015 bestand der Wald der Stadt Warstein nur noch aus 51 Prozent Fichte, während Buche und Eiche bereits signifikante Anteile haben.

In Zeiten des Klimawandels gilt es, die Genressourcen eines Waldes über die natürlichen Vorkommen hinaus mit Bäumen zu erweitern, die längere Phasen von Hitze und Trockenheit überstehen können, wie die Weißtanne, die im Sauerland natürlicherweise nicht vorkommt, stärker mit einplant.

Fichtensterben druch Trockenheit und Borkenkäferbefall

 

Borkenkäfer: Chance für den Neuaufbau

In den Sommern 2018 und 2019 mit langen Phasen von Hitze und Trockenheit konnten Borkenkäfer bis zu vier Generationen entwickeln, während die Fichten kein Harz produzieren und sich nicht gegen die Borkenkäfer erwehren konnten. Innerhalb weniger Wochen sind große Fichtenbestände teils komplett abgestorben, in einem Ausmaß, das wir bisher nicht für möglich gehalten hatten! Der Anblick von riesigen abgeholzten Schneisen in unserem Wald ist für viele von uns schockierend.

Fichte befallen durch den Borkenkäfer

Trotzdem versuchen wir zuversichtlich zu bleiben: Auch bei den großen Stürmen der letzten Zeit, allen voran Kyrill, haben wir zunächst nur die Katastrophe gesehen. Heute wissen wir, dass dies auch immer eine Chance für den Neuaufbau des Waldes ist. Unsere Kyrillflächen sind heute sehr schön bewachsen mit naturnahem Mischwald, der eine höhere Biodiversität besitzt und bessere Resilienz gegen Stürme und Schädlinge aufweist.

Wald schützt Wasser

Wald ist generell ein guter Schutz gegen Starkregen, der uns aufgrund des Klimawandels immer häufiger droht: Im Wald sammelt sich das Wasser in der Baumkrone, tröpfelt abgefedert auf den Boden und hat hier mehr Zeit zum Versickern. Sowohl die Bäume als auch die Bodenvegetation wie Farne, Moose und weitere Pflanzen nehmen Wasser auf, speichern es und wirken dadurch klimaschützend, weil kühlend. Zudem schaffen sie durch ihr Wurzelwerk kleine kapillare Räume, in denen das Wasser versickern kann. 

Wassertropfen am Baumzweig

Biodiversität stabilisiert das Waldsystem

Um den Nährstoffkreislauf in Gang zu halten, belässt die Stadt Warstein bestimmte Mengen an Holz im Wald (Biotopbäume), um damit Humus zu produzieren, der für Pilze und Insekten eine Nahrungsgrundlage bildet und schließlich Bäumen und anderen Pflanzen wieder als Nährstoff dient. 

Biene auf Blüte

Annähernd 32.000 Kubikmeter (Stand 2015) liegendes und stehendes Biotopholz im Wert von fast 800.000 Euro wird damit zum wertvollen Lebensraum für Tiere, Insekten, Pilze und Pflanzen.

Der Wald als CO2 Senke

Durch die nachhaltige Forstwirtschaft, die Verwendung von Holz in langlebigen Produkten beispielsweise in der Bauwirtschaft und die kontinuierliche Substitution von entnommenen Bäumen neutralisieren wir rund ein Drittel des Kohlendioxids, das die hier lebenden Menschen produzieren. Allein der Stadtwald speichert 46.000 Tonnen CO2 jährlich. Dies ist ein großer Beitrag zum Klimaschutz!

Der Wald als CO2 Senke

Wald der Bürgerinnen und Bürger

Einheimische und Touristen finden in der Stadt Warstein gut 400 Kilometer markierte Wanderwege und mit der Sauerland Waldroute einen beliebten Fernwanderweg inmitten der Natur.
Außerdem gibt es mehr als 80 Kilometer Radwege, die zu einem großen Teil auch durch den Wald führen, wie beispielsweise der Radwanderweg "Warstein Highlights" der nahezu alle Ortsteile der Stadt Warstein verbindet und über weite Strecken durch Waldgebiete führt.

Fruchtbare Zusammenarbeit mit PEFC

Seit 2002 ist der Forstbetrieb der Stadt Warstein als nachhaltig in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht PEFC-zertifiziert. PEFC ist uns immer wieder ein sehr wichtiger Partner, der uns im Rahmen der Audits richtungweisende Hinweise gibt, an welchen Stellen wir noch besser werden können.
Weiterhin tragen unsere Produkte das Label „aus nachhaltiger Forstwirtschaft“, was dann offensiv über die Produktkettenzertifizierung bis zum Endverbraucher kommuniziert wird. Endverbraucher können zudem sicher sein, dass bei unseren Produkten die Arbeitsschutzbestimmungen eingehalten wurden.

Wie PEFC-Zertifizierte Produkte im Stadtgebiet genutzt werden

Entwurf Feuerwehrstandort Warstein

Die Nutzung von Holz aus dem eigenen Wald ist im Stadtgebiet seit jeher üblich: Sei es zur Gewinnung von Holzkohle bzw. Verbrennung im Ofen oder zum Bau von Häusern im Fachwerkstil, von denen es im Gebiet der Stadt Warstein mehrere hundert gibt. Bei der Stadt Warstein gibt es aktuell deutliche Bestrebungen, den Baustoff Holz verstärkt bei öffentlichen Bauvorhaben zu nutzen. So wird in Kürze ein neues Feuerwehrhaus im Ortsteil Warstein mit einem sehr hohen Holzanteil errichtet. 

Geplante Aktionen als Waldhauptstadt 2021

geplant sind Naturerkundungswanderungen mit Ranger oder Naturparkführer. Im Rahmen des „Abenteuertags“ des Bilsteintalvereins soll mit dem Schwerpunkt „Wald“ ein Zeichen gesetzt werden: Eine Waldolympiade, ein „Wildpark-Album“ und kindgerechte Infos über die Organisation PEFC warten auf begeisterungsfähige Kinder.

Gemeinsam mit dem Soester Anzeiger möchte die Stadt Warstein im April die Aktion „Mein Baum“ starten. Bei dieser Aktion können Bürgerinnen, Bürger, Vereine und Unternehmen ihren Lieblingsbaum im Warsteiner Stadtgebiet vorstellen. Auf diese Weise soll das Bewusstsein für die Natur und die Bäume gestärkt werden.

Falls Großveranstaltungen wie die Sauerland Rundfahrt, Strong Viking und der Lörmecketurmlauf stattfinden können, wird das Stadtmarketing mit Bannern zur PEFC-Waldhauptstadt an den Zufahrtswegen präsent sein, und ein städtisches Team will bei den Wettbewerben als „Team Waldhauptstadt“ antreten. Eine Kommunale Holzbautagung wurde auf den Herbst 2022 verschoben und soll im neuen Gebäude der Feuerwehr Warstein stattfinden, das zu einem großen Teil aus PEFC zertifiziertem Holz errichtet wird.

Fotopoints: In mehreren Ortsteilen stellen wir, finanziert über einen Heimatscheck und durch PEFC, übergroße Fotorahmen aus PEFC-zertifiziertem Holz auf. Hier kann man sich fotografieren lassen oder ein Selfie machen. Die geplanten Fotopoints dienen hierbei als Rahmen für heimattypische Kulissen und sollen durch die Verbreitung der Bilder im Netz, eine Heimatverbundenheit repräsentieren und die Identifikation mit der PEFC Waldhauptstadt 2021 stärken.

#WaldWirktWeit - Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

 

Unter dem Motto „Wald-Wirkt-Weit“ möchte die Mineralwasser Marke „Warburger Waldquell“ die Stadt Warstein beim Aufforsten der durch die Trockenheit und den Borkenkäfer zerstörten Waldflächen unterstützen.

Logo Warburger Waldquell

Der Mineralwasserhersteller Heil- und Mineralquellen Germete GmbH (u.a. mit der Mineralwasser-Marke Warburger Waldquell) und die Stadt Warstein streben unter dem Aspekt des Waldschutzes eine Partnerschaft an, um auf diese Weise die durch Trockenheit und Borkenkäferbefall dramatisch in Mitleidenschaft gezogenen städtischen Waldflächen auf ökologisch sinnvolle Weise wieder aufzuforsten.

Mit den durch den Mineralbrunnen zur Verfügung gestellten Sponsoringgeldern wird in 2021 und 2022 eine gut ein Hektar große städtische Waldfläche mit ca. 8.000 Bäumen nachhaltig aufgeforstet. Im April 2021 wird im Rahmen dieses Sponsorings an der Pflanzfläche am Kahlenberg ein Fotopoint mit Blick auf den Ortsteil Hirschberg aufgestellt.

„Der Aufstellort in Warstein am Kahlenberg ist optimal für einen Fotopoint geeignet. Die betroffene Waldfläche musste im vergangenen Jahr aufgrund der Borkenkäferschäden komplett abgeerntet werden und gibt jetzt einen traumhaften Blick auf das Bergdorf Hirschberg frei“, erklärt Forstamtsleiter Edgar Rüther. Sobald diese Fläche, dank des Sponsorings der Heil- und Mineralquellen Germete, neu aufgeforstet worden ist, kann Jede/r anhand des fest montierten Rahmens genau verfolgen, wie diese Waldfläche wieder der Natur zugeführt wird. Nebenbei liegt diese Waldfläche in direkter Nähe des gut besuchten Naturerlebnisparks Bilsteintal und bietet einen Weitblick auf den Naturpark Arnsberger Wald. „Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucherinnen und Besucher des Fotopoints können ein Selfie schießen und dieses unter dem Hashtag #WaldWirktWeit in den sozialen Medien (Facebook, Instagram, Twitter usw.) posten.“, ergänzt Jeroen Tepas, Leiter des Stadtmarketings.

Der Fotopoint wird aus nachhaltigem, PEFC-zertifiziertem Fichtenholz aus heimischen Wäldern konstruiert. Der Rahmen soll 2,5 x 2,5 m betragen und wird mittels zweier U-Eisen in einem Betonfundament aufgestellt. Oben am Rahmen wird ein Schild angebracht, mit dem Slogan/Hashtag "#WaldWirktWeit". Rechts unten am Rahmen kommt ein Schild mit einer Standortbeschreibung sowie kurzen Hinweisen zum Ausblick und zum Sponsor.

„Die Heil- und Mineralquellen Germete GmbH stellt der Stadt Warstein im Rahmen der Sponsoringvereinbarung für die geplante Zusammenarbeit eine feste Summe in Höhe von insgesamt 10.000 Euro für die Jahre 2021 und 2022 bereit. Darüber hinaus werden wir den Betrag durch eine geplante Warburger Waldquell-Promotion-Aktion im Handel zugunsten des gemeinsamen Aufforstungs-Projekts noch aufstocken. „Als geborener Warsteiner bin ich sehr mit meiner Heimat und somit auch mit dem Wald verbunden. Das Ausmaß der Schäden im Wald durch Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer sind mehr als gravierend und aktuell deutlich in der Landschaft erkennbar. Es freut mich und vor allem unser Unternehmen, dass wir die Stadt Warstein in den nächsten zwei Jahren beim naturnahen Aufforsten unterstützen können“, so Marketingleiter der Heil- und Mineralquellen Germete, Olaf Eickelmeier.

Logo Germete

Infokasten

Fotopoints sind dank sozialer Netzwerke wichtige Hotspots für Städte und Regionen geworden. Es handelt sich hierbei um eine neue Darstellungsform unserer Heimat - die Stadt Warstein. Die geplanten Fotopoints dienen als Rahmen für heimattypische Kulissen und sollen durch die Verbreitung der Bilder im Netz eine Heimatverbundenheit repräsentieren und die Identifikation mit der Heimat stärken.

Warum Fotopoints aufstellen?

*Fotopoints sind „Mundpropaganda 2.0“. Mit bewusst ausgewählten Motiven im Hintergrund der Fotopoints haben die Stadt und der Sponsor großen Einfluss darauf, welche Motive über sie in den sozialen Netzwerken verbreitet werden. Je origineller der Fotopoint, umso höher die Teilungsrate.

*Der Slogan/Claim – „Wald-Wirkt-Weit“ wird durch die Fotopoints automatisch mittransportiert (#WaldWirktWeit).

*Fotopoints sind kostengünstige, jedoch äußerst effiziente Marketingmittel.

*Ein bereits aufgestellter Rahmen in Warstein (Auf der Platte) wird bereits großartig angenommen. Auf unzähligen Profilbildern & Posts in WhatsApp, Facebook, Instagram, etc. verleihen die Bürgerinnen und Bürger mit diesen Fotos ihre Verbundenheit mit der Heimat Ausdruck.

BU: Ausblick auf die Aufforstungsfläche Wald-Wirkt-Weit und die Ortschaft Hirschberg mit Unterstützung des Sponsors Heil- und Mineralquellen Germete GmbH vertreten durch Yvonne Mendelin und Olaf Eickelmeier

Foto: Jeroen Tepas

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